N. und M. RuhlandZiemlich aufgeregt verabschiedeten wir uns am 14. Juni am Flughafen Kloten von unserer Familie. Wir gingen voller Optimismus an die Sache heran und waren davon überzeugt, in Florida eine tolle Zeit zu verbringen.
Als wir in Tampa angkommen waren, standen wir dann schon ein bisschen hilflos auf dem riesengrossen Flughafen. Aber irgendwie kamen wir zu unserem Gepäck und zu einem Taxi. Es war schon 22.00 Uhr und wir waren total geschafft von der langen Reise, als wir am Eckerd College ankamen. In der Schweiz war es mittlerweile vier Uhr morgens. Wir bekamen sogleich die Schlüssel für unsere Zimmer und waren echt froh, es endlich geschafft zu haben.
Die Zimmer waren einfach eingerichtet, aber dennoch sehr gross. Natürlich taten wir vor Aufregung kein Auge zu trotz der anstrengenden Anreise. Und so kam es, dass wir um 6.30 Uhr morgens beschlossen, erst einmal ein wenig den Campus zu erkunden. Was wir sahen, war echt überwältigend. Zum weitläufigen Campus gehört ein wunderschöner See, ein Pool, eine Bibliothek, eine Computerraum und noch vieles mehr. Es gab auch ein College, was wir während der ganzen drei Monate sehr schätzten, denn dies ermöglichte uns Kontakte zu amerikanischen Studenten.
Die Cafeteria des CollegesUm 9.00 Uhr ging es dann richtig los: Test auf Test folgte. Um 12.00 Uhr gab es den ersten Lunch in der schönen ELS-Cafeteria. Dort hingen wunderschöne Zeichnungen an den Wänden und das Buffet war meistens sehr reichhaltig. Danach ging es gleich wieder weiter mit den Tests, die wir etwa um 16.00 Uhr abschliessen konnten. Dieser erste Tag war sehr anstrengend und wir fühlten uns total ausgelaugt.
Am nächsten Morgen wurde bekannt gegeben, auf welchem Level man anfängt. Und dann hiess es ran an die Arbeit. Wir hatten vom ersten Tag an super viel Spass. Schon im ersten Monat lernten wir ganz viele neue Freunde kennen. Zu unserem Vorteil gab es sehr wenige Schweizer. Die meisten Mitstudenten stammten aus Japan oder Südamerika. Diese Leute waren so freundlich und offen, davon könnten wir uns echt eine Scheibe abschneiden. Kontakte wurden schnell geknüpft, auch wenn es mit dem Englisch am Anfang ein wenig haperte; aber irgendwie konnte man sich immer verständigen.
In der Klasse herrschte immer gute StimmungAm Ende des ersten Monats wurde für die abreisenden Studenten eine riesige Beachparty organisiert. Jedes Wochenende wurden verschiedene Ausflüge angeboten z.B. ein Baseballspielbesuch oder ein Trip ins Disneyland. Wir besuchten verschiedene Shopping-Malls und gingen ins Kino.
Der zweite und dritte Monat vergingen wie im Flug. Die Sprache wurde uns immer geläufiger und wir konnten uns schon problemlos mit den Amerikanern unterhalten.Im dritten Monat hatten wir das Vergnügen, einen total verrückten Japaner kennen zu lernen, der uns im darauf folgenden Januar bereits in der Schweiz besuchte.
Unsere neuen Freunde aus JapanAm 5. September hiess es für uns leider Abschied nehmen. Es wurden noch eifrig Küsschen verteilt und Adressen ausgetauscht. Wir haben in diesen drei Monaten wirklich Freunde fürs Leben gefunden, zu denen wir natürlich auch heute noch eifrig Kontakt pflegen. In diesen drei aufregenden Monaten flossen auch mal die Tränen, doch wir sind uns sicher, dass dieser Aufenthalt unser Leben sehr verändert hat. Mit Bestimmtheit können wir sagen, dass dies die besten drei Monate unseres Lebens waren und immer bleiben werden.
Autor: N. und M. Ruhland, 18/22 Jahre
Sprachaufenthalt: Juni bis August in St. Petersburg, USA
Freizeit: Reisen, andere Kulturen, Lesen, Musik
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